Die Entstehungsgeschichte der "Cinnamons"

 

  Die Entstehung der Cinnamons in UK   Pavanes Stammbaum
   
    

 

 

 Maria Falkena

 
Der erste, je registrierte Cinnamon "Sprengel Melk" wählte 1980 ausgerechnet mein Wohnzimmer um zur Welt zu kommen. Der wahre Ursprung der Cinnamons liegt viel weiter zurück, bei den sorrel (damals roten) Abessiniern, die ihnen die Farbe geschenkt haben.
Die Cinnamons und Fawns wurden zum Glück nie bei der "großen Masse" populär. Man muss schon ein Auge für Schönheit und Ästhetik haben, wenn man sich ihnen verschreibt.
Das man sie in den letzten Jahren hier in Holland kaum noch sah, bedauerte ich trotzdem. Für mich war das alles inzwischen ferne Vergangenheit, eine schöne, aber längst abgeschlossene Periode in meinem Leben. Ein Zufall brachte mich in Kontakt mit Klaus Butz, der nicht nur die Cinnamons liebt wie ich damals, sondern sie auch mit Sorgfalt und großer Tierliebe züchtet. So wird das Erbe nun doch bewahrt. Dass ich, von hier aus, ein wenig daran teilhaben darf, macht mich glücklich. Es war doch nicht vergebens.  Danke, Klaus!

 

Wurf "Sinsianna", OKH Cinnamon

Die Farbe Cinnamon ( engl. = Zimt) zählt in der Siamkatzenzucht zu den so genannten "Neuen Farben". Der Cinnamon-Faktor wurde durch das Einkreuzen von sorrelfarbenen (roten) Abessiniern bewirkt. Dies geschah einmal 1960 durch Maureen Silson von der Zuchtstätte Southview  in England und ein weiteres mal 1964 durch Maria Falkena-Röhrle von der Zuchtstätte van Mariendaal in den Niederlanden.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass das Cinnamon-Gen von den Abessinierkatzen stammen würde, kommt es jedoch nur über die Abessinier in die Orientalenzucht. Die Farbe sorrel gelangte selbst erst im 19. Jahrhundert durch eine Katze unbekannter Herkunft in die Abessinier-Zucht und wurde auch dort erst viele Jahre später von den Zuchtverbänden anerkannt. Leider ist nicht mehr nachvollziehbar, durch welche Katzen-Art es in die Abessinier-Linien gelangte. 

 Erwähnenswert finde ich, dass Maria Falkena-Röhrle zur damaligen Zeit eine Kapazität in der Haltung und Aufzucht kleiner Wildkatzenarten war. Die Stamm-Mutter ihrer Orientalenzucht war eine Sudanesische Steppenkatze der Gattung Felis silvestris rubida. Der etwas alerte Charakter hat sich nach ihrer eigenen Aussage bis weit in die Nachkommen vererbt.

"Gulugani", Siam Cinnamon Point

Es hat viele Jahre gedauert, bis diese wunderschönen Katzen von den Zuchtverbänden anerkannt wurden. Die unabhängigen niederländischen Vereine taten dies im Jahre 1980 für die Cinnamon- und 1982 für die Fawn-Orientalen und Siamesen. Die FIFe konnte sich erst 1991 dazu durchringen, die Cinnamon und Fawn Orientalen und am 29.05.2004 die Cinnamon- und Fawn Point Siamesen anzuerkennen.

In den siebziger und achtziger Jahren bemühte sich nur eine kleine Gruppe Züchter weltweit um die Erhaltung dieser Farbvarietät. Die meisten von Ihnen haben jedoch  nach einigen Jahren die Cinnamon-Zucht wieder aufgegeben oder sich den klassischen Farben zugewandt, was zum einen wohl in dem geringen Interesse der Liebhaber und zum anderen durch  erschwerte Zuchtbedingungen und einem viel zu kleinen Gen Pool seinen Ursprung hat.

In den letzten Jahren ist jedoch ein deutlicher Aufwärtstrend zu verspüren und die "Cinnies" sind dabei, die Liebhaber-Herzen zu erobern.